Mit starker Abwehrleistung weisen zweite Herren den MTV Rosdorf in die Schranken
Die Gäste vom MTV Rosdorf reisten mit breiter Brust zum Auswärtsspiel in der Steinberghalle an, immerhin standen 6 Punkte aus den letzten 3 Partien auf ihrer Habenseite, was ihnen erst einmal Luft im engen Kampf gegen den Abstieg eingebracht hatte. Den Schwung der Serie wollten die Gegner von Söhres zweiten Herren natürlich gerne mitnehmen, doch für das Team von Florian Breitmeyer stand auch eine Serie an. Die letzten 5 Heimspiele in der Verbandsliga hatte man allesamt gewinnen können und zu Landesligazeiten wurde der MTV Rosdorf immer mit einer klaren Niederlage aus der Steinberghalle nach Hause geschickt. Problematisch allerdings könnte der Trainingsrückstand sein, denn in den letzten zwei Wochen hatte man krankheitsbedingt nur einmal trainieren können.
Von Beginn an wollen die Gastgeber Akzente in eigener Halle setzen, Simon Kullig netzt vom Kreis und Bjarne Breitmeyer kommt über links außen zum Torerfolg, was Söhre in der 4-ten Spielminute mit 2:0 in Front bringt. Als Spielkonzept hatte Trainer Florian Breitmeyer ausgeben, die Werfer auf den Halbposition früh zu stören, um nicht wieder ungestörte Würfe von acht Metern zuzulassen, wodurch Rosdorf das Hinspiel für sich hatte entscheiden konnte. Gegen die halblinke Angriffsposition klappt der Ansatz auch recht gut, doch mit Torben Seebode ist Rosdorfs Halbrechter nur schwer zu kontrollieren. Wiederholt kann er zur Mitte ziehen und mit seinem bereits dritten Treffer erzielt er in der 14-ten Minute den 7:6 Anschluss für die Gäste. Auf Söhrer Seite geht viel über durch Simon Kullig erzwungene Strafwürfe, die von Julian Modrejewski verwandelt werden oder man ist auf Zweikampferfolge angewiesen, wie beim 9:7 in der 17-ten Minute durch Moritz Fürmeier. Der zwei Tore Rückstand ist für Rosdorfs Trainer allerdings Grund genug umzustellen, Mittelmann Lasse Messerschmidt wechselt auf die Kreisposition und mit Florian Jäger wird der größte Spieler der Gäste auf Mitte gebracht. Söhre fehlt es plötzlich an Absprache, wer für welchen Gegenspieler zuständig ist und die Würfe von Rosdorfs Florian Jäger kommen ungeblockt auf den Kasten von Julian Bogisch, was den Gästen die erstmalige Führung zum 10:11 in der 21-ten Minute einbringt. Söhres Trainer sieht Bedarf für eine Auszeit, um mehr Aggressivität in der Abwehr und zwingende Aktionen im Angriff zu fordern. Doch erst einmal sind es die Rosdorfer, die mit dem 11:13 durch Lasse Messerschmidt in der 26-ten Spielminute das Spielgeschehen diktieren können. Söhre muss kämpfen, mit drei Treffern von Simon Kullig, Moritz Fürmeier und Robin Skripalle gelingt es noch vor der Pause, die Führung mit dem 14:13 zurück zu holen, was auch gleichzeitig den Pausenstand darstellt.
Bei den Gästen ist Lasse Messerschmidt auf die Mittenposition zurückgekehrt und nach wie vor tut sich Söhres Deckung schwer gegen Würfe aus dem Angriffszentrum. Auf den 15:15 Ausgleich in der 32-ten Minute reagiert Florian Breitmeyer seinerseits mit einer Umstellung. Julian Modrejewski und Moritz Fürmeier rücken eine Position nach rechts, Robin Skripalle steigt auf halblinks ein. Für die Abwehr der Gäste kommt die neue Aufstellung unerwartet, plötzlich sind die Räume für die Rückraumwürfe da, bis zur 40-ten Minute geht Söhre mit je 3 Treffern von Robin Skripalle und Julian Modrejewski mit 22:17 in Führung. In der 44 Minute nimmt Rosdorfs Coach sein Team Timeout, um mehr Ordnung in Deckung und Angriff zu bringen, doch es sind weiterhin die Gastgeber, die das Spielgeschehen vorgeben. Torwart Julian Bogisch bringt mit etlichen Paraden in Folge seine Gegner zur Verzweiflung und vorn zeigt sich Söhres Rückraum weiter in Wurflaune. Mit Treffer Nummer zwölf, bei vier verwandelten Strafwürfen, erhöht Julian Modrejewski den Spielstand in der 50-ten Minute auf 29:21 und es sieht nach einer frühzeitigen Vorentscheidung aus. Doch eine klare Führung sollte kein Grund für Nachlässigkeiten sein, die Gäste aus Rosdorf können um zwei Treffer verkürzen, wodurch sein Florian Breitmeyer in der Pflicht sieht, seiner Mannschaft im Team Timeout noch mal eine klare Ansage für die Schlussphase zu machen. Der körperlich Einsatz ist auf jeden Fall da, die Schiedsrichter allerdings bewerten der Zweikampf am Kreis für überzogen und schicken in der 55-ten Minute mit Florian Jäger auf Rosdorfer und Simon Kullig auf Söhrer Seite beide Kontrahenten für 2 Minuten auf die Bank. Moritz Fürmeier bedankt sich mit dem 31:24 für den freien Raum und nachdem auch Rosdorfs Lasse Messerschmidt wegen wiederholter Störung der Freiwurfausführung auf der Bank platznehmen darf, kann Julian Modrejewski das 32:24 in der 57-ten Minute nachschieben. Für Söhre ist das Spiel durch, drei Anschlusstreffer in Folge durch die Gäste sind sicherlich der nachlassenden Konzentration im sicheren Bewusstsein eines klaren Heimsiegs geschuldet, den Julian Modrejewski mit seinem vierzehnten Treffer zum 33:27 Endstand besiegelt.
Aufstellung: Justin Engelhardt (TW), Julian Bogisch (TW), Kevin Sieler (1), Bjarne Breitmeyer (2), Julian Modrejewski (14, 4), Jonathan Dumke, Simon Kullig (3), Fabian Lieke, Tim-Luca Kleimann, Robin Skripalle (7), Moritz Fürmeier (6), Lucas Engelke
UB